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Aufenthalt zu zweit in Danzig mit Gotyk Haus...

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Legende

Legende von Anna Schilling

Eine sensationelle Entdeckung wurden die Fragmente der schlecht erhaltenen Kiste mit durchgerosteten Beschlägen während der Sanierung des Mietshauses an der Marienstraße Nr. 1 in Danzig. Es hat sich erwiesen, dass sich im Hinterteil des verrottetem Holzstückes das Datum Anno Domini 1539 und die Aufschrift „Anna“ sowie der verwischte Familienname, wahrscheinlich „Schilli..“ befindet. Wahrscheinlich ist das der Koffer von Anna Schilling…

Im 16. Jahrhundert, als Danzig die reichste Stadt der Republik Polen und einer der mächtigsten Handelszentren Europa war, trafen sich Anna und Nicolai. Er war Domkapitular in Frauenburg, sie Tochter eines niederländischen Kaufmanns.

Es findet gerade der Dominik-Jahrmarkt statt – zum Hafen kamen 400 Schiffe, beladen mit spanischem und französischem Wein, Seide, Olive, portugiesischen Gewürzen, englischer Porzellan und anderen Waren. Es ist ein großer Verkehr in der Stadt. Am Hafenufer taucht plötzlich Anna Schilling. Es glänzen die schönen Kleider der hübschen Holländerin in den Sonnescheinen. Der reizvolle Körper und schönes Gesicht erfreuen die Augen der Fußgänger. Sogar die reichen Bürgerinnen flüstern: Schaut mal, es kommt die Tochter von Arend van der Schilling.

Anna lernte Nicolaus Kopernikus im Jahre 1529 in Danzig kennen, wenn ihr Vater – Holländer Arend van der Schelling zusammen mit Kopernikus die Rechtsbetreuer der Gruppe der Kinderwaisen waren. Der berühmte Astronom bezauberte so sehr Anna, dass sie einverstanden war, seine Hausfrau in Frauenburg zu werden. Was passierte mit dem Ehemann? Vermutlich ist er mit einer anderen Frau fremd gegangen.

Anna – ernste Ehefrau war nicht nur bezaubernd und reich aber auch klug. Sie las wissenschaftliche Bücher, interessierte sich für Astrologie. Wie die anderen Menschen ihrer Epoche überlegte sie, was die schwarze Kurtine ist, die jeden Abend die Sonne bedeckt. Es wundert also nicht, dass ein ausgebildeter und genialer, obwohl viel älter als Anna, Domkapitular Nicolaus Kopernikus einen blitzartigen Eindruck auf sie gemacht hat.

Sieben Jahre lang blieb die schöne Holländerin mit dem Astronom sehr dick befreundet, zu sehr nach der Meinung der Bewohner von Frauenburg – obwohl selbst der Kopernikus sie nur als seine Hausfrau vorstellte. Frauenburg ist aber eine kleine Stadt, hier wird nichts verborgen. Jeder Nachtbesuch wurde gründlich notiert, weil Frauenburg eine kleine Stadt ist. Hier wird nichts verheimlicht, auch wenn es nur um das gemeinsame Ansehen der Sterne und Lagen der Horoskopen geht. Im November 1538 befahl der Bischof Dantyszek aus dem weit gelegenen Lidzbark dem Kopernikus in dem Brief, diese Bekanntschaft zu beenden.

Beenden, aber wie, wenn sie so viel Scharm besitzt? – betrübt Kopernikus. Doch im Brief an den Bischof sichert er: Ich will nach meinen Kräften nicht dazu zulassen, damit ich eine öffentliche Ursache für die Empörung werde. Sechs Wochen später schrieb er wieder: Ich habe die Ermahnungen Ihrer Hochwürdigkeit befolgt. So ein Lügner! Anna wohnt weiter in seinem Haus.

Im Sommer 1539 hat Kopernikus Anna entlassen. Obwohl Leute des schlechten Willens beschuldigen weiter das Paar um geheime Treffen. Deswegen der sorgenvolle Domkapitular von Ermland Paweł Płotowski schreibt an den Bischof Dantyszek: Die Frau des Doktors Nicolaus sendete ihre Kleidungen nach Danzig, jedoch selbst bleibt sie hier, in Frauenburg...

Anna blieb nichts anderes als nach Danzig, zur Marienstraße zurück zu kehren und den Rest des Vermögens mitzunehmen. Hier im Schatten des Basilikums, einer der schönsten Danziger Straßen, erwartet sie ihren Astronomen. Kommt er? Sicherlich, weil Anna sich so sehr von anderen Frauen unterscheidet…

Nach dem Tod von Kopernikus senden die Domkapitulare aus Frauenburg einen Brief an den Bischof Dantyszek mit der Frage, ob er Anna in die Stadt, aus der sie weggeworfen wurde, zurückkehren lässt, wenn der Doktor Nicolai gestorben ist? Dantyszek sagte die Bitte ab und schrieb unverzüglich zurück: Man muss sich fürchten, dass mit den gleichen Methoden, mit denen sie bei ihm [Kopernikus] den Wahnsinn ausgelöst hat [...] kann einen anderen von Euch, meine Brüder, umgarnen [...].

Anna Schelling müsste wirklich eine hübsche Frau mit magnetischer Persönlichkeit sein. Sicherlich war sie eine der schönsten und hellsten Sternen von Nikolaus Kopernikus…